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Fünf Elemente der Intimität


Die fünf Elemente der Intimität

Hättest du gerne mit den Menschen, die dir am Herzen liegen innige, aufrichtige authentische Beziehungen? Begegnungen und ein Miteinander, in dem ihr euch gegenseitig beitragt und beschenkt, wo ihr einfach sein dürft, wer und wie ihr seid? Und vielleicht noch viel wichtiger, möchtest du andere tatsächlich mit völliger Gelassenheit so nehmen können, wie sie gerade da sind?


Wie geht es dir in deinen Beziehungen? Hast du immer die Nähe zu anderen, und die völlige Ruhe und Gelassenheit im Umgang mit ihnen, die du dir wünschst? Glaubst du, es ist ein Geschenk das vom Himmel fällt? - Wie Schnee in der Sahara?

Ist dir bewusst, welches dein Anteil in all deinen Beziehungen ist, mit denen du Intimität, Innigkeit und Nähe verhinderst, unterbindest oder vermeidest?

Oder weißt du, wie du innige, authentische Nähe und diesen wundervollen Energiefluss zu anderen herstellen kannst?


Ein sehr wertvolles Werkzeug hierfür sind die fünf Elemente der Intimität, aus dem Foundationkurs. Was ist denn nun eigentlich Intimität?

Was ist denn Intimität für dich? Und welche 5 Elemente sind dazu hilfreich, so wundervolle Beziehungen zu anderen zu gestalten?

Spoiler alert-

Liebe ist keines der fünf Elemente. Liebe kreiert keine Intimität, sie kreiert Bewertung. Sex und Kopulation zählen auch nicht dazu.


Wenn wir diese Elemente der Intimität wirklich leben, können wir eine nährende und wohltuende Beziehung zu anderen haben. Zuallererst brauchen wir jedoch diese Beziehung mit uns selbst.


Die fünf Elemente der Intimität sind

Ehren,

Vertrauen,

Erlaubnis,

Dankbarkeit und

Verletzlichkeit.


Intimität kreierst du, indem du zunächst eine intime Beziehung mit dir selbst kreierst – indem du verletzlich bist, indem du dir selbst vertraust, indem du in der Erlaubnis deiner selbst bist, dich also genauso annimmst, wie du jetzt gerade bist und dich nicht bewertest, indem du dich selbst ehrst und achtest und indem du Dankbarkeit für dich empfindest.

Nur, wie stellen wir das denn jetzt in unserem Alltag an und was bedeuten denn die einzelnen Elemente? Für mich sind die fünf Elemente in gewisser Weise alle miteinander verwoben und ineinander beinhaltet.



Ehren heißt, jemanden zu respektieren, zu würdigen, zu achten und nicht zu bewerten. Wenn wir keine Bewertung über die Person haben, mit der wir zusammen sind, und wir vollkommen ehren, wer sie ist, kann sie sein, wer sie ist, wir können sein, wer wir sind, und niemand muss jemanden beurteilen.

Dich selbst ehren heißt, dich selbst völlig anzunehmen, zu wissen, dass es wichtig ist, dass du genau die Person bist, die du bist und sein magst und nicht der- oder diejenige bist oder das tust, was jemand anderer von dir erwartet. Und das können wir natürlich dann ebenso auf andere übertragen und ihnen zugestehen.


Wie gehst du mit den Erwartungen, Hoffnungen, Wünschen, ausgesprochenen und unausgesprochenen Bitten anderer um?


Wenn du „jemandem etwas zuliebe“ tust, oder du etwas für jemanden tust oder bist, das einfach nicht stimmig ist, etwas machst, das dir gar nicht nicht entspricht oder du nicht möchtest dann achtest und ehrst du damit weder weder dich, noch den anderen!


Ehren und respektieren, den anderen zu würdigen bedeutet für mich auch, ihn oder sie so anzuerkennen als das was er/ sie ist, den anderen so durch die Welt gehen zu lassen wie derjenige es für sich selbst wählt, ohne dessen Sein oder dessen Handlungen auf irgendeine Weise zu beurteilen, weder innerlich noch äußerlich.


Jemanden zu ehren und zu würdigen heißt auch, das universale Recht auf freie Entscheidungen zu achten und jedem zuzugestehen, auf dem ganz eigenen Pfad zu wandeln - Corona Maßnahmen sind ja hier ein supergutes Beispiel und Übungsfeld - und jeder hat seine Erkennsnisse und Einsichten in seinem ganz eigenen eigenen Tempo.


Jemanden zu respektieren und zu ehren bedeutet also auch, anderen nicht die eigene Sichtweise aufzudrängen, ob das, was jemand für sich wählt nun leicht oder schwer ist für dich selbst, auch wenn du gar meinst, derjenige renne in sein völliges Verderben! Welche Freiheit entsteht, wenn wir die Erlaubnis haben, unsere eigenen Erfahrungen zu machen und auch die Konsequenz unserer Wahlen auszubaden und zu genießen? Das hat für mich viel mit der Würde des Menschen und seinem Recht auf freie Entscheidung zu tun.

Und was, wenn das was du weißt, was die Person sonst noch wählen könnte, was einfacher oder schneller wäre, gar nicht so stimmig ist für die andere Person?


Das was wir für uns selbst wählen muss nicht für jemand anderen ebenfalls das Beste sein. Jemanden verändern zu wollen bedeutet jemanden eben nicht so anzunehmen wie er oder sie gerade sind - und das ist weder hilfreich noch gütig! Einfach da sein dürfen, wie wir gerade eben sind, mit allem was gerade in uns lebendig ist, das mit völliger Erlaubnis anzuerkennen, das ist würdigen und ehren.



Vertrauen heißt zu wissen, das die Person tun wird, was sie für sich wählt und nicht zu beschließen, dass sie zu tun hat, was du willst, dass sie tun soll.


Vertrauen bedeutet nicht blinder Glauben. Es bedeutet zu wissen, dass die Person ist, wie sie ist, morgen die gleiche sein wird wie heute, und nicht zu denken, dass sie sich ändern wird, nur weil du sie so sehr liebst und gerne hättest, dass sie anders wäre. Wie viel Überheblichkeit und Größenwahnsinn braucht es, um zu meinen, wir wissen, was für jemanden das Beste ist? Wir hatten nicht deren Erlebnisse, Erfahrungen und haben nicht den selben Blickwinkel. Wir haben keine Ahnung welche Lernaufgaben sich jemand ausgesucht hat und was jemand weiß, das eben nur diese Person weiß.


Meiner interessanten Ansicht nach ist es das unveräußerbare Recht eines jeden, die eigene Entwicklung und deren Tempo zu wählen, und die eigene Zukunft zu kreieren. Welches Geschenk und welcher Beitrag sind wir, wenn wir die Wahlen und das so Sein von etwas oder jemandem einfach anerkennen ohne jede Kritik und ohne irgendeine Wertung? Und dem anderen zutrauen und zumuten, seine eigenen Wahlen und alles was daraus entsteht, auszukosten?


Vertrauen heißt auch zu wissen, dass wir selbst hinter uns stehen, für uns da sind, für uns einstehen und für uns sorgen. Dass wir wissen, was wir wissen, dass wir anerkennen, dass wir jede Einzelheit in unserem Leben selbst kreiert haben und weiter kreieren. Dass wir jederzeit andere Wahlen treffen können und so in der Lage sind das Leben und die Zukunft zu erschaffen, die uns und dem Planeten der größte Beitrag sind.


Vertrauen bedeutet also zu wissen, dass sowohl wir selbst als auch jede andere Person ihren Weg in ihrer Zeit gehen, um zu sein und zu tun, wozu wir hierherkamen und wozu wir da ist. Was, wenn es völlig in Ordnung ist, wenn jemand einen völlig anderen Weg wählt, auf den wir nicht unsere Kraft und Energie lenken würden?

Was, wenn all die unterschiedlichen Wege einfach nur aufzeigen, dass es vielerlei Möglichkeiten gibt, die verschiedenen Seiten unserer Welt zu betrachten und zu erfahren? Wie viel Nutzen und Erkenntnisse lassen aus solcher Vielheit ziehen? Das wiederum erfordert auch die Erlaubnis für alle, das zu sein und zu tun wonach ihnen jeweils ist.



Erlaubnis heißt jemanden oder etwas genauso anzunehmen, wie er oder sie gerade ist. Ohne Kampf, ohne etwas oder jemanden verändern zu wollen. Erlaubnis heißt, „alles ist eine interessante Ansicht“. Wie der andere etwas sieht, und wie wir etwas sehen. Erlaubnis heißt anzuerkennen, dass jeder eine besondere Art hat, mit der Welt und allem was sich darin befindet, in Kontakt zu treten. Es bedeutet, die Stärke zu entwickeln, rückhaltlos Entscheidungen die jemand fällt und Wahlen die jemand trifft in jedem beliebigen Augenblick ohne Bewertung anzuerkennen. „Interessante Ansicht, dass diese Person mich anlügt. Denkst sie wirklich, dass ich es nicht weiß?”

Erlaubnis heißt, alles, was jemand sagt und tut, tut sie FÜR SICH. Nicht gegen uns. Und sie darf tun, was sie für sich tun muss. Es ist einfach eine interessante Wahl und steht in keiner Beziehung zu dir.


Erlaubnis heißt nicht, der Fußabtreter für jemanden zu sein.


Und wenn jemand also etwas tut, das für dich nicht funktioniert, bedeutet Erlaubnis für DICH, dass du dir wahrnehmen darfst, was gerade in dir vorgeht! Und es bedeutet, dich damit ernst zu nehmen, so dass du für dich sorgst, indem du zum Beispiel in Kontakt gibst, also mitteilst was in dir vorgeht. So könnt ihr nach kreativen Lösungsmöglichkeiten schauen. Erlaubnis heißt auch, dich selbst nicht zu bewerten, wie „das sollte mir doch nichts ausmachen“, „da sollte ich drüber stehen“. Erlaubnis heißt, dich in Wertschätzung so anzunehmen, wie du gerade bist, ohne anders sein zu müssen, zu sollen oder zu wollen.

Das gibt dir die Bereitschaft, zu sein, wer du bist, auch wenn niemand anders bereit ist, er selbst zu sein.



Dankbarkeit ist der Ort, an dem du dankbar bist für eine Person, die sich in deinem Leben zeigt, dankbar dafür, dass sie da ist, wann immer sie da ist, ohne Bewertung. Anders als Liebe kann Dankbarkeit nur ohne Bewertung existieren. Liebe existiert aufgrund von Bewertung. Dankbarkeit hat auch viel mit Würdigen, Wertschätzen, Ehren, sich an etwas zu erfreuen zu tun. Glücklich zu sein, dass es etwas oder jemanden gibt


Wenn du für dich keine Dankbarkeit hast, kannst du sie nicht für jemand anderen haben. Wenn du keine Dankbarkeit hast, musst du bewerten. Wenn du für jemanden in deinem Leben dankbar bist, muss er nicht perfekt sein. Dankbarkeit ist eine ganz eigene Energie und Schwingung, die wie das Sahnehäubchen auf dem leckeren Kuchen von Ehren, Würdigen und Achten ist. Vielleicht möchtest du eine Liste machen mit Dingen für die du in deinem Leben dankbar bist? Vielleicht ist es an manchen Tage einfach die Tatsache, dass du aufgewacht bist? DAnkbarkeit für deinen wundervollen Körper und was er dir alles ermöglicht? Dass du deine Sinne zur Verfügung hast, aufstehen kannst, die Heizung (oder die Klimaanlage ;) ) aufdrehen kannst, sauberes, fließendes kaltes und warmes Wasser zur Verfügung hast? An anderen Tagen kannst du dir all die Menschen aufschreiben, die dir am Herzen liegen. Und notieren, welchen Unterschied es für dich macht, dass sie in der Welt und in deinem Leben sind. Worüber du dich freust, wenn ihr euch begegnet. Was, wenn du damit anfängst und von einer solchen Welle der Dankbarkeit erfasst wirst, dass du mit dem Schreiben gar nicht mehr hinterherkommst?

Vielleicht möchtest du so verletzlich sein und den betreffenden Personen mitteilen, wofür du dankbar bist? Auch wenn du nicht weißt, wie sie damit umgehen?


Verletzlichkeit ist, bereit zu sein, alles zu empfangen, einschließlich dem, was vielleicht im Moment unbequem oder unangenehm ist. Es bedeutet keine Filter einzubauen, für das was aus uns heraus an die Oberfläche kommen darf. Keine Maske um zu verschleiern, wer wir wirklich sind. Keine Schutzmauern zu haben um uns gegen das zu wehren, was in jemand anderem gerade vor sich geht.


Verletzlichkeit bedeutet auch zu empfangen, wenn wir oder andere uns unachtsam oder unangemessen verhalten, das eingestehen können und zum Ausdruck bringen. Ja, manchmal ist das so. Das ist vielleicht nicht schön und angenehm, jedoch menschlich. Und wenn wir Erlaubnis für uns haben und uns und den anderen Ehren können wir das auch in Kontakt geben.

In der Verletzlichkeit zeigst du dich ungeschminkt und versuchst nicht, zu beweisen, dass du perfekt bist, dass du alles verstanden hast, alles im Griff hast, mit allem umgehen kannst, immer eine Lösung kennst. Sondern du bist da, ohne Mauern, ohne Barrieren, ohne selbstgerechte Rechthaberei und ohne rechthaberische Selbstgerechtigekeit. Ohne richtig oder falsch und gut oder schlecht zu sein. Einfach da, wie du gerade bist, ohne jede Bewertung und ohne irgendetwas zurückzuhalten oder abzuwehren.


Verletzlichkeit bedeutet keinerlei Barrieren zu haben, weder zum anderen noch zu sich selbst. Völlig präsent zu sein mit dem was in jedem Moment in dir gerade lebendig ist. Und dem, was im anderen gerade vor sich geht.


Auch Verletzlichkeit bedeutet nicht, ein Fußabstreifer zu sein. Du kannst sagen: „Es tut mir leid, das funktioniert so nicht für mich. Das ist nicht akzeptabel.“ Es heißt auch sich mit dem zu zeigen, was in uns vorgeht, selbst wenn wir nicht wissen, wie der andere damit umgehen wird.

Du kannst immer Fragen stellen und ein Gewahrsein dafür zu bekommen, was dein Vorhaben oder deine Wahl kreieren.


Wo wendest du die fünf Elemente in deinem Alltag oder in besonderen Momenten bereits an? Wo kannst du sie dir mehr ins Bewusstsein rücken und damit spielen? Wie sehr verändert sich dadurch dein eigenes Leben und die ganze Welt? Hab viel zu viel Spaß und Leichtigkeit damit :D



Wenn du mehr Klarheit darüber haben möchtest, gibt es die Telecall- Serie The Elements of Intimacy/Die Elemente der Intimität, die im Access-Shop erhältlich ist, oder du nimmst an einem Foundationkurs teil)

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